Interessante Forschungsergebnisse zum Hecht

 


Forschungsergebnisse zur Entwicklung des Hechtbestandes in Kanada


Nach den aktuellen Langzeitstudien des Minnesota Departments of Natural Resources leben die meistens Großhechte in Kanada in tiefen Seen mit großen Wasserflächen. Ein weiterer wichtiger Faktor für das Abwachsen von Hechten ist ein reiches Vorkommen an Futterfischen. Das Angeln auf Großhechten ist in den Seen am aussichtsreichsten, die Futterfischschwärme aufweisen, die sich im Sommer in tieferen, kälteren und damit sauerstoffreicheren Kaltwasserschichten aufhalten können. Erwärmen sich dann diese Wasserschichten über das normale Maß hinaus, stagniert auch das Wachstum der Großhechte.


Ein schonender Umgang mit Großhechten ist wichtig.Demgegenüber wachsen kleinere Hechte auch am besten in kleineren, flachen Gewässern mit ausgeprägten Uferzonen und längeren Wärmeperioden ab. Jedoch bestätigen hier Ausnahmen die Regel. Auch in kleineren Seen werden immer wieder Großhechte gefangen, aber die besten Aussichten auf die wirklichen Bengel bestehen hier eben nicht. Gibt es viele kleine Hechte ist das in der Regel ein Zeichen dafür, dass in diesem Gewässer keine gute Chance besteht, seine Grandma (Großhechte sind immer weiblich) zu fangen. Ein zu hoher Bestand an kleinen Hechten beruht meistens darauf, dass Futterfische in bestimmten Größen fehlen und/oder zu viele Großhechte entnommen wurden. Angler bevorzugen die Entnahme größerer Hechte und setzen kleine Hechte eher zurück. Zum einen ist die Mitnahme eines Großhechtes für viele Angler ein besonderes Erlebnis, zum anderen wandern kleinere Hechte wegen ihrer kleineren Gräten nicht so oft im Kochtopf.


Interessant ist, dass das Wachstum der Hechte im zweiten und dritten Lebensjahr den überwiegenden Anteil des Gesamtwachstums aller Hechte ausmacht, während insoweit der Anteil für Hechte mit einem Alter von mehr als sechs Jahren gerade mal vier Prozent ausmacht. Das bedeutet rein rechnerisch: Wenn man aus einem 400.000 Quadratmeter großen See einen 10-Pfund Hecht entnimmt, hat man für ein Jahr das Wachstum aller dort lebenden Hechte, die älter als sechs Jahre sind, aus dem See genommen. Das zeigt wie leicht man den gesunden Bestand an Großhechten eines Gewässers durch eine unkontrollierte Entnahme gefährden kann. Daher machen Mindestmaße und andere Fangbeschränkungen durchaus Sinn.


Solche Hechtdamen sichern den Nachwuchs.Eigentlich müsste man davon ausgehen, dass in Gewässern, in denen nur die Entnahme kleinerer Hechte erlaubt ist, der Bestand der Großhechte geschützt ist. Es hat sich aber gezeigt, dass die Entnahme nur kleinerer Hechte von den Anglern nicht angenommen wird. Angler bevorzugen das Angeln in Gewässern, in denen sie ganz gezielt mit großen Raubfischen rechnen können. So haben sich Längenbeschränkungen und -Längenvorgaben in Kanada durchgesetzt. Am effektivsten waren dabei Mindest- und Maximallängen. Bei den so genannten „slot limits“ stellte sich kein einheitlich zu bewertendes Ergebnis ein.


Bei diesen Limits wird die Entnahme von Hechten innerhalb einer bestimmten Range untersagt. Es konnte festgestellt werden, dass diese Limits nur dann Sinn machen, wenn das beangelte Gewässer nicht von Menschen besetzt werden muss, sondern einen guten natürlichen Hechtbestand aufweist. Bei einzelnen Seen, wie beispielsweise dem Lake-of-the-Woods, konnte ein positiver Einfluss auf die Größenstruktur des Hechtsbestandes festgestellt werden.


Meterhechte sind in Irland keine Seltenheit.Durch die Einführung von Längenvorgaben konnte dem Trend kontinuierlich sinkender Hechtgrößen entgegengewirkt werden und es ist wieder einfacher möglich, in den beobachteten Gewässern seinen Traumfisch zu fangen. Zusätzlich nimmt die Klimaerwärmung auf den Bestand der Großhechte und auf den Bestand von Hechten im Allgemeinen nachweisbar Einfluss. In den letzten 20 Jahren ist die durchschnittliche Wassertemperatur um 1,5 Grad Celsius gestiegen. In den kommenden Jahren wird ein Ansteigen um weitere 2 Grad Celsius erwartet. Das hat erheblichen Einfluss auf den Bestand an Großhechten, deren Nahrung überwiegend aus „ciscos“ besteht, einer Salmonidenart, die mit den Felchen und Maränen verwandt ist. Dieser Futterfisch braucht bestimmte kältere Temperaturen für seinen Bestand und Fortbestand. Sind diese nicht mehr vorhanden, dann wird´s für die Großhechte, die sich auf diesen Futterfisch spezialisiert haben, eng. So nehmen seit 1975 auch die Bestände der Großhechte kontinuierlich ab. Insgesamt ist wegen dem Anstieg der Temperaturen eine Verschiebung der Hechtpopulationen in nördliche Richtungen zu beobachten.


Auch wir können aus diesen Fakten lernen. Große, tiefe und klare Seen sind für Großhechte immer eine gute Wahl. In Seen, wie beispielsweise dem Vättern-See oder dem Vänern-See in Schweden, ist zunehmend mit Meldungen von wahren Hechtmonstern zu rechnen. Uns sollte dabei aber immer bewusst sein, dass wir nicht nur angeln, sondern dass wir auch eine Verantwortung tragen und dass durchaus darüber nachgedacht weren kann, Großhechte auch mal zurückzusetzen. Die Verschiebung der guten Hechtbestände in nördliche Richtungen zeigt auch, dass der Zander, der für wärmere Gewässer wie geschaffen ist, einen Siegeszug da antreten wird, wo sich der Hecht sich zurückzieht. Umgekehrt befürchten aber auch Angler, die dem „Walleye“, also der nordamerikanischen Zanderart, nachstellen, dass ein erhöhter Bestand an Großhechten wiederum dem Bestand der „Walleyes“ schadet, was aktuell untersucht wird.


Einen ersten Einstieg in die aktuellen Untersuchungen zu den Hechtbeständen in Minnesota findest du hier.



Empohlene Angelmethoden:



Empfohlene Gewässer:



Empfohlene Ruten:


Schleppangeln:                      Troling & SPINNING STAR von Lucky Lures


Wir werden voraussichtlich September/Oktober 2017 spezielle Hechtruten für das Oberflächenangeln mit Baitcastingrollen eines US-amerikanischen Premiumanbieters in unser Programm aufnehmen, dessen Produkte bisher im deutschsprachigen Raum nicht zu haben und perfekt auf diese Angel-Art zugeschnitten sind. Wir bitten bis dahin noch etwas um Geduld.


Empfohlene Rollen:


Wir werden voraussichtlich September/Oktober 2017 Stationärrollen und Baitcastingrollen eines US-amerikanischen Premiumanbieters in unser Programm aufnehmen, dessen Produkte bisher im deutschsprachigen Raum nicht zu haben und perfekt auf das Hechtangeln zugeschnitten sind. Wir bitten bis dahin noch etwas um Geduld.


Empfohlene Schnur:



Empfohlene Köder:


 


    Empfohlenes Equipment:





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