Irland

 

Angeln in Irland. Diese drei Worte klingen für Raubfischangler, wie Musik in den Ohren. Irland reicht noch etwas weiter westlich als Portugal und der Süden Irlands liegt in etwa auf der Höhe von Berlin. Diese geografische Lage und der an der Westküste Irlands vorbeilaufenden Golfstrom haben maßgeblichen Einfluss auf die klimatischen Verhältnisse dieser Insel. Die auch im Winter durch den Golfstrom nach Irland gepumpte Wärme lässt Irlands Binnengewässer sehr selten einfrieren. Ähnlich, wie bei der Westküste Norwegens auch, werden regelmäßig stark mit Feuchtigkeit angereicherte Luftmassen über das Festland gedrückt, die dann über der hügeligen Landschaft Irlands ansteigen und sich dort vermehrt ausregnen. Als Folge davon gibt es oft gemäßigten Sommer mit wechselhaften Wetterlagen und milde Winter. Das ist natürlich perfekt für Raubfische, die unter solchen Bedingungen ein reichhaltiges Nahrungsangebot vorfinden und dort deshalb in hoher Anzahl und in stattlichen Exemplaren vorkommen.


Das Lachs- und Forellenangeln in Irland genießt schon seit jeher einen ausgezeichneten Ruf. Zunehmend hat sich herumgesprochen, welch ausgezeichnete Möglichkeiten auch für das Angeln auf Hecht bestehen, der seit jeher in Irland heimisch ist. Es gibt keine gesetzliche Schonzeit für diesen Zielfisch. Es ist aber üblich, gefangene Fische zurückzusetzen, um den erstklassigen Fischbestand auf diesem extrem hohen, natürlichen Niveau zu halten. Wie es irische Profi-Angler immer wieder formulieren: „There is no need to kill a fish“. Es gab Zeiten, da wurden Hechte in Irland als eine Gefahr für Salmoniden angesehen und zu deren "Schutz" mit Netzen befischt. Heute hat man erkannt, wie wichtig ein solider Hechtbestand für die Balance eines Gewässers ist und umfangreiche Erhaltungsmaßnahmen für diese Fischart eingeführt.


Es tummeln sich unerschöpfliche Fischbestände in den unzählig erscheinenden Seen und Flüssen. Dabei ist der Hecht der größte Süßwasserräuber in den irischen Binnengewässern. Vereinzelt wurden kapitale Hechtdamen um die 40 Pfund (!) mit der Angel überlistet. Das hat sich natürlich auch außerhalb der irischen Grenzen herumgesprochen. Besonders deshalb, weil ein Angelurlaub in Irland nicht nur beste Fangaussichten verspricht, sondern auch weil man dort wegen der exzellenten touristischen Infrastruktur seinen Angelurlaub äußerst angenehm und ansprechend gestalten kann, ist Irland immer einen Besuch wert. Hinzu kommt, dass man Irland vom See- und vom Luftweg aus sehr gut und recht preisgünstig erreichen kann.


Vor allem das Hechtvorkommen in den Einzugsgebieten der River Shannon und Erne erscheint unbegrenzt. Besonders in den großen Seen wie dem Lough Derg, Lough Ree, Lough Erne aber auch dem Lough Mask und in den Flüssen Suck, Bann und Barrow werden regelmäßig Hechte von über 20 Pfund gefangen. Das Angeln in den großen Seen ist dabei regelmäßig kostenfrei und ohne Angellizenz mit zwei Angelruten pro Person möglich. In Irland gibt es keine Welse und auch keine Zander. Hechte und Salmoniden markieren dort das Ende der Nahrungskette. Als Angelmethoden stehen dabei das Spinnfischen, insbesondere das Casting mit Softlures und das klassische Schleppangeln im Vordergrund. Dabei kommen beim Hechtangeln vor allem Kunstköder wie Wobbler, Jerkbaits, Blinker, Schlepplöffel und Swimbaits zum Einsatz.


Beim Angeln in den Fließgewässern Irlands auf Salmoniden, allen voran den Brown Trouts und Lachsen, steht bei der Irländern selbst ganz ohne Zweifel das Fliegenfischen auf Platz 1. Dieses Angeln in Flüssen und Bächen erfordert in der Regel den Erwerb einer Angellizenz. Fast jedes dieser Gewässer befindet sich in Privat- oder Staatsbesitz bzw. wurden an Angelvereine oder Vereine verpachtet. Du solltest dich also im Vorfeld immer vorher entsprechend erkundigen. In Irland kosten Angellizenzen für bekanntere Gewässer gerne auch mal zwischen 10 und 20 Euro am Tag. Viele der großen westlichen Loughs bieten hingegen die Möglichkeit dort kostenlos auf Brown Trouts zu angeln.


Das Angeln auf Lachse in irischen Flüssen ist seit jeher weltbekannt. Flüsse, wie etwa Munster Blackwater, Erriff, Moy, Laune, Drowes und Finn haben da nicht ohne Grund einen ausgesprochen guten Namen. Die Lachsfischerei beginnt in wenigen Flüssen bereits im Januar und bei der Mehrheit der Top-Fließgewässer endet die Schonzeit von Februar bis März und bei manchen Flüssen sogar erst im Mai. Die Saison auf Salmoniden endet ganz überwiegend Ende September.


Die Brown Trout (also die irische Form der wilden Bachforelle = Salmo trutta) ist in Irland schon immer heimisch und weit verbreitet. Eine Hauptanforderung für das immense Vorkommen dieser Fische ist sauberes Wasser und das ist in allen Gewässern Irlands der Fall. In den ländlichen Regionen wird das Trinkwasser aus einfachen Brunnen gewonnen und die hervorragende Wasserqualität würden sich viele andere europäische Länder nur wünschen. Zweiter Grund für die Allgegenwärtigkeit der Brown Trouts sind ideale Voraussetzungen für das Laichgeschäft durch unzählige kiesige Laichplätze. Irische Forellen können zu wahren Giganten heranwachsen. Jedes Jahr werden Forellen über 10 Pfund gefangen, selten auch bis zu 20 Pfund. Der Forellenangler kann dabei nicht nur der Fliegenfischerei nachgehen, sondern auch mit Blinkern und Spinnern seinem Hobby sehr erfolgreich nachgehen. Die Forellensaison beginnt je nach Gewässer zwischen dem 15. Februar und dem 17. März und schließt ganz überwiegend am 30. September (manchmal wird das Ende zum 15. September vorgeschoben, manchmal bis zum 12. Oktober verlängert).


Das Fliegenfischen in irischen Flüssen kann grundsätzlich in zwei Kategorien aufgeteilt werden: in das Angeln in sauren und in das Angeln in kalkhaltigen Gewässern. In Flüssen mit Kalksteinboden oder in Wassereinzugsgebieten mit Kalksteinböden sind eher Trockenfliegen erfolgreich. In sauren Bächen geht die Nassfliege eher als Siegerin hervor. Ab Ende Juni bis in die Sommermonate hinein sind die Abendstunden bis ungefähr 23 Uhr sehr zu empfehlen. In den Seen Irlands beschränkt sich das Fischen auf Brown Trouts mit der Fliege zumeist auf die Maifliegenzeit von Ende April bis Mitte Juni, je nach Wetterlage.


Das Salmonidenfischen in Fließgewässern das mit Abstand bevorzugte Hobby der irischen Angler. Das Angeln auf Hecht, Brassen, Schleien, Plötzen und Aale hingegen, bleibt ganz weitgehend den Touristen überlassen. Das Hecht- und Friedfisch-Angeln ist dabei in Irland bis auf einige Ausnahmen kostenlos.


Die folgenden Angelmethoden führen hier besonders zum Erfolg:



Zielfische sind vor allem:


  • Hecht
  • Brown Trout (wilde Bachforelle Irlands)


ANGELERLAUBNIS:


In Irland brauchst du in den meisten Fließgewässern eine Angelerlaubnis. In den großen Seen ist zumeist keine Angelerlaubnis erforderlich und das Fischen für jeden mit bis zu zwei Handangeln kostlos und frei.

 

Gewässerkartenempfehlung:


Zu den großen Seen (Loughs) findest Du eine gewässerkarte unter diesem Link (einfach die gewünschte Region ranzoomen).


Gewässerempfehlung:



Unterkunftsempfehlung:



Empfohlene Köder:


 


    Empfohlene Ruten:


    Downriggerangeln:               Baltic Trolling Rigger von Rhino

    Schleppen:                          Trolling & Spinning Star von Lucky Lures

    Spinnfischen Brown Trout:     Spinning Star von Lucky Lures


    Empfohlene Rollen:



    no image Lough Derg