Seesaibling

 


Seesaibling (Salvenius alpinus)


Prächtiger Seesaibling aus dem Vättern-See.Der Seesaibling ist letztlich ein Überbleibsel aus der Eiszeit und liebt mehr als alle anderen Salmoniden kaltes Wasser. Kein anderer Süßwasserfisch hat seinen Verbreitungsraum näher zur Arktis. Da verwundert es nicht, dass es im Skandinavischen Raum, insbesondere in Schweden, ausgezeichnete Bestände dieser Saiblinge gibt. Den Seesaibling findet man bis in die Alpenregionen Österreich und Bayerns. Den Seesaibling gibt es in zwei Formen. Einmal die Form, die in den Flüssen arktischer Räume (beispielsweise in Island) und damit im Süßwasser groß werden und dann in die nährstoffreichen Meeresgebiete zieht und dann die standorttreuen Formen, die ihre feste Heimat in tiefen und kalten Seen haben. Dabei handelt es sich um Seen, die während der Eiszeit durch die Verschiebung von Gletschern entstanden sind und um Bergseen. Der Bestand in Binnenseen ist von anderen Gewässern isoliert und so haben Seesaiblinge in einzelnen Seen oft typische örtlich bedingte Unterschiede (beispielsweise veränderte Farbgebungen oder unterschiedlich lange Maulspalten).


Seesaibling gefangen mit dem Hockey Stick.Seesaiblings können sehr alt werden (bis zu 40 Jahre sind belegt). Das liegt daran, dass sie sich ganz überwiegend in kälteren Gewässern bzw. Gewässerschichten aufhalten. Nur wenn zu bestimmten Zeiten sich das Futterangebot in nahrungsarmen Gewässern zu den Uferregionen oder nahe zu der Gewässeroberfläche verschiebt, folgen Seesaiblinge zeitlich sehr eingeschränkt diesem Futterangebot. Ihre Geschlechtsreife erreichen Seesaiblinge frühestens ab 4 Jahren. Sie wachsen im Süßwasser langsamer ab, als im Meer. Auf Grund ihres Alters können sie sehr selten zu wahren Giganten mit Gewichten von über 15 Pfund heran wachsen. Das Durchschnittsgewicht von Fischen, die mit der Angel gefangen werden, liegt aber deutlich darunter und ist von Gewässer zu Gewässer verschieden, was von dem jeweiligen Futterangebot abhängig ist.


Gut sichtbar, die langezogene + schnittige Form.Seesaiblinge fressen eigentlich alles, was ihnen vor das Maul kommt und in ihr Maul hinein passt. Sie lieben zu Beginn ihres Lebens Plankton und steigen dann auf Larven, Muscheln, Garnelen und Krebse aller Art um. Die kapitalen Exemplare folgen dann in Binnengewässern Zeit ihres Lebens meistens Beutefischschwärmen und Garnelenansammlungen. Im Meer sind sie immer dort anzutreffen, wo sie gerade möglichst einfach an gute Futterquellen herankommen. Seesaiblinge sind sehr schön gezeichnet mit einer eleganten, schnittigen Form. Neben ihrem Farbenspiel zwischen Rot-, Orange-, Grün-, Braun- und Grautönen fällt besonders die Farbe Weiss ins Auge. In Form von weißen Punkten im Flankenbereich im Bereich des Bauches, der wie bei den meisten Fischarten vollständig weiß-farben ist und die Bauch- und Afterflossen haben an der Vorderseite jeweils einen stark sichtbaren weißen Rand. Weiteres Erkennungszeichen ist der im Meer oft lang gestreckte, flache Kopfbereich und das langgezogene Maul (Maulspalte). Nur während der Laichzeit in den Wintermonaten erhöhen Seesaiblinge nochmals ihre ohnehin beeindruckende Farbenpracht. Die weißen Partien färben sich dann zunehmend rötlicher.  


Der Seesaibling ist ein geselliger Fisch. Wo man einen fangen kann, sind zumeist auch mehrere Fänge möglich. In der Alpenregion ist die bevorzugte Angelmethode das Fischen mit der Hegene (feines Paternostersystem). Dabei ist das ruckartige Angeln mit winzigen Naturködern weit verbreitet. Dabei wird dann im Durchschnitt eher kleine Beute gemacht, Fische bis zu einem Pfund sind dann die Regel. Es ist nicht so bekannt, dass größere Seesaiblinge gezielt befischt werden können und das auch noch besonders erfolgreich. Im dem gigantischen, klaren und sehr tiefen Vättern-See in Südschweden Seesaibling (schwedisch: Röding) mit tollen Farben.findet der Seesaibling schon seit Urzeiten ideale Lebensbedingungen und es hat sich dort bis heute ein hoher natürlicher Bestand gehalten, der zusätzlich mit umfangreichen Besatzmaßnahmen stabil gehalten wird. Wenn man weiß wie, ist es dort gar nicht so schwer an diese kapitalen Burschen heran zu kommen. Dabei sind dann Fänge von Seesaiblingen zwischen 50 und 70 Zentimetern (!) nicht ungewöhnlich, wobei auch vereinzelt schwere Seesaiblinge um die 80 Zentimeter überlistet werden können. Da Seesaiblinge tiefe Regionen für Ihre Streifzüge nach Futter bevorzugen (im Vättern im Freiwasser von 20 bis 40 Metern Tiefe bei einer Grundtiefe von 50 bis 80 Metern) ist das Trolling mit Downriggern der Schlüssel zum Erfolg. Dabei sind kleine, leichte Köder Trumpf, die einen hektischen Lauf haben und schnell geführt werden können. Hier haben wir die besten Erfahrungen mit dem Hockey Stick in der Größe 1.5 gemacht.


Das tolle an dieser Fischart ist, dass der Seesaibling auf Grund seiner Lebensweise in tiefen und kalten Gewässerschichten von Binnengewässern nicht nur im Winter gut an den Haken zu bekommen ist, besonders in den Ferienmonaten Juli und August bietet diese Saibling-Art im Vättern eine ausgezeichnete Fischerei.


Hier geht es zu einem aktuellen Angelbericht zum gezielten Trolling auf Seesaiblinge im Vättern-See.




Seesaiblinge sind wunderschön und lecker.

Empfohlene Angelmethode:



Empfohlene Köder:



Empfohlene Ruten:



Empfohlene Schnur:



Empfohlenes Gewässer:



Empfohlenes Equipment:



Guiding am Vättern:


MÄLARGUIDEN

Håkan Blomgren

Strängnäs

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